Weihnachtswunschbaumaktion 2016

Foto: Stadt Lippstadt
"Überzeugungstäter" in Sachen Weihnachtswunschbaum: Zum offiziellen Beginn der diesjährigen Aktion versammelten sich zahlreiche Beteiligte im Lippstädter Cineplex. Foto: Stadt Lippstadt

Über 800 Kinderwünsche warten auf Erfüllung

„Das ist Weihnachten, wie es eigentlich schöner nicht geht.“ Auch – oder gerade nach zehn Jahren ist Sabine Pfeffer immer noch ein großer Fan der Weihnachtswunschbaumaktion. Zu Recht, denn die Aktion, die auf ihre Initiative im Jahr 2007 das erste Mal durchgeführt wurde, ist ein echter Erfolg. Als die Aktion mit zwei Weihnachtswunschbäumen und 89 gesammelten Wünschen im ersten Jahr anfing, hätte wohl niemand zu träumen gewagt, wie sich die Zahlen im zehnten Jahr darstellen: 13 Bäume an unterschiedlichen Standorten und insgesamt 820 Wünsche von bedürftigen Kindern, die es zu erfüllen gilt.
Es ist die Art von Spende, die in Lippstadt scheinbar gut ankommt. „Viele freuen sich, dass die Spende nicht so anonym ist“, sagt Sabine Pfeffer. Zwar treffen Schenkende und Beschenkte nicht aufeinander, aber der Anhänger mit dem Wunsch, den sich jeder, der schenken möchte, von einem der Bäume abnehmen kann, gibt Auskunft über den Vornamen und das Alter des Kindes. „Gerade ältere Menschen sagen mir oft, dass es ist, als hätten sie ein eigenes Enkelkind“, erzählt Sabine Pfeffer.

Dass die Begeisterung für die Aktion im zehnten Jahr noch immer so groß ist und sich auch immer wieder daran ablesen lässt, dass es Jahr für Jahr neue Mitstreiter gibt, freut die Organisatoren rund um Sabine Pfeffer und das Team des Fachdienstes Jugend und Familie der Stadt Lippstadt. Auch in diesem Jahr gibt es mit der Hochschule Hamm-Lippstadt und den Firmen Ferber-Software und HBPO drei neue „Baumpaten“. Auch im Namen der Verwaltung sprach Sabine Pfeffer daher einen großen Dank an alle Engagierten aus.

Jahr für Jahr aktiv bei der Aktion ist auch das Familienzentrum St. Nicolai, das den Baumschmuck gebastelt hat, auf dem die Wünsche der Kinder vermerkt sind. Die beschränken sich am Baum im Cineplex auf ein einziges Wort: „Kinogutschein“. Eine bewusste Entscheidung, wie Helga Rolf, Leiterin des Fachdienstes Jugend und Familie, erklärt: “Menschen, die ins Kino gehen, wissen den Wert von Kino zu schätzen und verschenken darum sicherlich auch gern Kinogutscheine weiter, über die sich insbesondere Jugendliche freuen.”

Perspektivisch werden in diesem Jahr auch Geschenke für weitere zu erwartende Flüchtlingskinder gesammelt. “Auf diesen Geschenkanhängern stehen dann keine Namen, sondern nur das Alter und das Geschlecht”, erklärt Helga Rolf. “Wir freuen uns, wenn auch diese Kinder, von denen wir noch einige bis zum Jahresende erwarten, bedacht werden.”

Viel Organisation und Logistik steckt hinter der Aktion und dennoch sind alle Beteiligten Jahr für Jahr mit Feuereifer dabei. „Wichtig ist, dass alle Pakete mit dem entsprechenden Anhänger bis zum 11.12.2016 abgegeben wurden, denn nur so können wir ein pünktliches Ankommen bei den Kindern zu Heiligabend garantieren“, sagt Helga Rolf.

Und so funktioniert die Weihnachtswunschbaumaktion:
Menschen, die bereit sind, ein bedürftiges Kind zu beschenken, können sich den Baumschmuck abnehmen, das notierte Präsent kaufen und es dann z. B. nach den Gottesdiensten an den Baum legen oder in den Krankenhäusern, der Thomas-Valentin-Stadtbücherei, der Volkshochschule oder im Stadthaus direkt abgeben. Aufgrund der hohen Anzahl von Päckchen ist es wichtig, dass der Baumschmuck mit dem Kindernamen auf das Geschenk geklebt wird. Bis Sonntag, 11.12.2016, müssen alle Geschenke abgegeben sein, damit sie noch alle Kinder zum Weihnachtsfest erreichen.

Wunschanhänger befinden sich an den folgenden Orten:

Kath. Kirchengemeinden St. Josef, St. Bonifatius, St. Nicolai, St. Clemens
Kath. Krankenhaus, Ev. Krankenhaus
Thomas-Valentin-Stadtbücherei
Marienkirche
Volkshochschule
Stadthaus, Ostwall 1
Cineplex Lippstadt
Hochschule Hamm-Lippstadt
Ferber-Software GmbH (nur für Mitarbeiter/innen)
HBPO (nur für Mitarbeiter/innen)
FrieslandCampina Kievit GmbH (nur für Mitarbeiter/innen)

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