Grundstücksmarktbericht 2016 bietet Übersicht

Die Titelseite des Grundstücksmarktberichts 2016.
Die Titelseite des Grundstücksmarktberichts 2016.

Preise für Bauland unverändert
Grundstücksmarktbericht 2016 bietet Übersicht

Die Grundstückspreise für Bauland sind unverändert, es wurden aber weniger Bauplätze verkauft. Der Durchschnittspreis aller Ackerflächen ist leicht rückläufig (minus 5 Prozent). Die Durchschnittspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Das sind Kernaussagen des Grundstücksmarktberichts 2016, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Soest vorgelegt hat. Er ist zuständig für alle Städte und Gemeinden mit Ausnahme von Lippstadt.
Rund 348 Mio. Euro wurden 2015 auf dem Grundstücksmarkt im Kreis Soest umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 13 Prozent. Der Gutachterausschuss wertete 1.972 Kaufverträge aus. Die Anzahl der Kauffälle ist damit im Vergleich zum Jahr 2014 um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der insgesamt eingegangenen Kaufverträge (2.464) ist gegenüber dem Jahr 2014 (2.801) um 12 Prozent zurückgegangen.

Die Preise für erschlossene Wohnbauflächen waren im Vergleich zum Jahr 2014 unverändert. Der statistische Durchschnittspreis je Quadratmeter erschlossener Wohnbaufläche fiel zwar von 105 Euro/Quadratmeter im Jahr 2014 auf 101 Euro/Quadratmeter im Jahr 2015. „Das ist jedoch darauf zurückzuführen, dass die Verkaufsfälle vermehrt in den Baugebieten mit niedrigerem Preisniveau angefallen sind“, erläutert Rolf Johannsen von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Die Anzahl der Kauffälle fiel von 373 im Jahr 2014 auf 304 im Jahr 2015 (minus 19 Prozent).

Im Einzelnen wurden die folgenden durchschnittlichen Baulandpreise in den einzelnen Städten und Kommunen registriert (jeweils gute Lage/mittlere Lage/mäßige Lage): Anröchte 85/65/46 Euro je Quadratmeter, Bad Sassendorf 175/145/110, Ense 90/70/46, Erwitte 150/90/50, Geseke 110/85/50, Lippetal 90/70/50, Möhnesee 110/85/65, Rüthen 65/50/40, Soest 200/145/100, Warstein 90/70/50, Welver 105/85/65, Werl 160/125/105, Wickede (Ruhr) 115/95/65.

Für Ackerland wurden im Jahr 2015 durchschnittlich 5,30 Euro je Quadratmeter bezahlt, 30 Cent oder fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der Verkäufe war mit 94 ausgewerteten Fällen zum Jahr 2014 (138) deutlich rückläufig. Die Preise für Ackerland für über zwei Hektar große Grundstücke sind dagegen gestiegen.

Die Durchschnittspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Für bebaute Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke wurden im Jahr 2015 durchschnittlich rd. 182.000 Euro gezahlt. Im Jahr 2014 betrug der Durchschnittspreis 172.000 Euro.Die Anzahl der Verkaufsfälle fiel von 651 in 2014 auf 618 im Jahr 2015.

Die Preise für neu errichtete Eigentumswohnungen kletterten deutlich. Sie liegen im Kreisdurchschnitt bei 2.524 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und damit 11 Prozent höher als im Vorjahr (2.273 Euro). Die Ausrichtung bei Neubauten auf betreutes Wohnen hat bei den Untersuchungen keinen signifikanten Anstieg der Preise ergeben. Mit 106 Kauffällen in 2015 ist die Anzahl der Verkaufsfälle gegenüber 2014 (131) um 19 Prozent zurückgegangen.

Weitere Informationen im Netz unter www.kreis-soest.de („Grundstückswertermittlung“ ins Suchfeld eingeben) sowie beim Ausschussvorsitzenden Werner Schäfers, Telefon 02921/302334, oder beim Geschäftsstellenleiter Rolf Johannsen, Telefon 02921/302367, E-Mail gutachterausschuss@kreis-soest.de. Der Grundstücksmarktbericht für den Kreis Soest ist unter www.borisplus.nrw.de im Internet zu finden und kann (wie alle Marktberichte in NRW seit dem 1. Januar) in vollem Umfang kostenlos heruntergeladen werden. Es handelt sich um das Internetportal aller Gutachterausschüsse des Landes.

Grundstücksmarktbericht 2016 für Kreis Soest

 

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