CO2-Ampeln fürs Lüftungsmanagement

Alle städtischen Schulen und Sporthallen werden mit CO2-Ampeln ausgestattet, die in der aktuellen Coronasituation beim richtigen Lüften unterstützen sollen. Für die beiden Realschulen am Dusternweg übergab Bürgermeister Arne Moritz (Mitte) gemeinsam mit dem städtischen Energieberater Burkhard Alkemeier (2.v.l.) und Fachdienstleiter Uwe Thiesmann (2.v.r.) die Ampeln an die beiden Schulleiter Ute Eggenstein (l.) und Steffen Pauli (r.) Foto: Stadt Lippstadt

Städtische Schulen und Sporthallen ausgestattet

Mit gut 300 CO2-Ampeln hat die Stadt Lippstadt ihre Schulen und Sporthallen in den vergangenen Wochen ausgestattet. Schüler und Lehrer in sollen damit in der aktuellen Coronasituation beim richtigen Lüften unterstützt werden.

Überall dort, wo es keine dezentral gesteuerte Lüftungsanlage gibt wie an der Gesamtschule oder am Hanse-Kolleg, sollen die CO2-Ampeln als Hinweisgeber dienen, um die notwendigen Lüftungsintervalle in den Räumen einzuhalten. „Das klappt sehr zuverlässig“, berichtet Ute Eggenstein, Leiterin der Drost-Rose-Realschule, die gemeinsam mit Steffen Pauli, Leiter der Edith-Stein-Realschule, die Geräte jetzt von Bürgermeister Arne Moritz überreicht bekam. Alle 15 bis 20 Minuten springt die Ampel auf gelb und trifft damit ziemlich genau die Lüftungsvorgabe des Schulministeriums und die Empfehlungen des Umweltbundesamtes.

Mit den 39 mobilen CO2-Ampeln werden in den beiden Realschulen alle Klassenräume und die Lehrerzimmer ausgestattet. Das Gerät, das insgesamt sechs Leuchtstufen hat, zeigt den CO2-Gehalt der Raumluft und damit die Luftqualität an. „Die CO2-Konzentration in der Raumluft wird in der Coronazeit als Leitindikator für die Aerosolbelastung genutzt“, erklärt Burkhard Alkemeier, Energieberater bei der Stadt Lippstadt. Von ihm haben die Schulen eine Handreichung zum Umgang mit den CO2-Ampeln erhalten.

Dabei sind zahlreiche Schulen – darunter auch die beiden Realschulen – mit dem Ampelsystem bereits vertraut: Als Klimaschulen engagieren sich viele Einrichtungen seit Jahren im gleichnamigen städtischen Projekt und haben durch verschiedene Schulungen und Veranstaltungen bereits gute Kenntnisse im „Lüftungsmanagement“. „Die Akzeptanz fürs regelmäßige Lüften der Klassenräume ist grundsätzlich schon hoch“, berichten daher auch beide Schulleitungen übereinstimmend. Gleichwohl erhöhe das grüne Licht der CO2-Ampel die Bereitschaft fürs Fensteröffnen noch einmal mehr. Für Uwe Thiesmann, Fachdienstleiter Schule bei der Stadt Lippstadt, ist die Anschaffung der CO2-Ampeln grundsätzlich eine gute Investition – ob mit oder ohne Corona: „Das richtige Lüftungsverhalten, das mithilfe der CO2-Ampeln eingeübt werden kann, wird dauerhaft auch einen guten Beitrag für den Klima- und Umweltschutz leisten.“

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